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berichte / Antw:2022-11-06 New York City Marathon - cbendl
« Letzter Beitrag von cbendl am 06.01.2023, 22:31:25 »
Auch dazu gibt es eine Vorgeschichte – die weit zurückgeht, aber dann doch gar nicht so lang ist.
Seit unserer Teilnahme beim New York City Marathon 2006 wollten Martin und ich irgendwann wieder dort laufen. Die Atmosphäre war einfach großartig, das wollten wir wieder erleben! Außerdem war ich damals richtig schlecht gelaufen und hatte so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann, daher wollte ich das besser schaffen.
Diesmal aber mit Qualifikation über das Limit!
2012 scheiterte Martin einigermaßen knapp am Limit, dann kamen Jahre mit Ultrafokus, Jahre, in denen es nicht so toll lief, usw. – und das Ziel New York Qualifikation rückte für einige Zeit wieder in die Ferne. Der Winter 2019 / 20 war aber wieder eine gute Saison und auf einmal eröffnete sich wieder eine Gelegenheit. Inzwischen ein paar Alterklassen älter geworden, aber offenbar nicht so stark abgebaut wie der statistische Durchschnitt, der für die New York Limits als Referenz herangezogen wird, sahen die für Martin erforderlichen 1:28 auf einem Halbmarathon ziemlich machbar aus und ich sollte im Lauf des Jahres hoffentlich auch ein Limit schaffen. Der Vorteil an der New York Qualifikation: Die Limits sind zwar recht streng, aber man kann sie wahlweise über Marathon oder Halbmarathon erbringen.
Martins Lauf der Wahl war Laufen Hilft, das Laufopening Anfang März – ein sympathischer, gut organisierter Lauf. Ideal also, um das Limit früh zu erledigen und sich dann wieder ultralichen Zielen zu widmen. Die Form stimmte, die Bedingungen waren auch in Ordnung, so kam der große Tag. Und es klappte! Halbmarathon souverän in 1:26:18 geschafft – das Limit wäre 1:28:00 gewesen. Mir ging es an dem Tag nicht gut und so musste ich den 5er nach ca. 800 m abbrechen. So konnte aber umso besser zuschauen und anfeuern und übermütig postete ich auf FB ein Foto vom Zieleinlauf mit dem Titel "New York, New York!!"
Tja. Laufen Hilft war wohlgemerkt am 01.03.2020. Was dann kam, wissen wir wohl alle ... 2020 wurde der Marathon abgesagt. Das Limit wäre aber ohnehin für 2021 gewesen, Qualifikationszeitraum war damals und ist aktuell immer das Kalenderjahr vor dem Lauf. 2021 waren Anmeldungen zwar möglich, aber angesichts der Unsicherheiten von Absagen etc. wollten wir uns für dieses Jahr gar nicht anmelden. Außerdem ist New York Marathon mit massiven Sicherheitseinschränkungen auch kein besonderes Vergnügen. Am Ende kam es dann ohnehin so, dass Einreisen in die USA für (die meisten) Ausländer gar nicht möglich waren.
Dann also 2022! Der Qualifikationszeitraum wurde aus naheliegenden Gründen (wenig Rennen in 2021) auf 2020 plus 2021 verlängert – Martins Zeit von Laufen Hilft 2020 galt also noch. Und auch ich hatte mit dem Linz Marathon 2021 eine gute Zeit, die bei weitem reichen sollte – in meiner Altersklasse 3:38:00 vs. 2:56:15, die ich stehen hatte.
Im März 2022 kam also der große Tag: Die Anmeldung öffnete! Nun ist aber der Anmeldemodus so, dass für alle, die das Limit bei einem NYRR-Lauf erbracht haben (im Wesentlichen New York City Marathon oder New York Half sowie einige weniger bekannte Rennen) die Anmeldung über den ganzen Anmeldezeitraum möglich ist. Für alle anderen, mit Zeiten von "fremden" Läufen gilt aber "first come, first served", so lange es Plätze aus dem Kontingent für Qualifiers gibt. Wie groß das Kontingent ist, ist nicht bekannt.
Was dann kam, war klar: In dem Moment, als die Anmeldung öffnete, laaange Wartezeit, um überhaupt ins System zu kommen. Zuerst befindet man sich in einer "virtuellen Schlange", wenn diese absolviert ist, beginnt die eigentliche Anmeldung. Zu dem Zeitpunkt war Martin gerade auf Dienstreise in Sydney und wir blieben in Kontakt um zu sehen, wer wo im Anmeldeprozess stand. Unsere Daten und Dokumente hatten wir sicherheitshalber ausgetauscht, damit für den Fall, dass eine*r von uns Schwierigkeiten hätte, der*die andere die Anmeldung übernehmen könnte.
Ich war nach einer Stunde in der Anmeldung drin. Alle meine Daten bekanntzugeben dauerte dann auch noch vielleicht eine halbe Stunde, aber dann war es geschafft! Die Bestätigung, dass meine Anmeldung eingegangen sei, war da! Martin war inzwischen vielleicht bei 2/3 der Warteschlange, also übernahm ich auch seine Anmeldung. Alle Daten eingegeben, nochmals alles überprüft, und das war dann auch erledigt.
Dann hieß es warten. Sechs Tage später kam von Martin die freudige Nachricht: "Accepted!" In meinem Account stand weiterhin "Pending". Was war da los? Es war noch nicht Ende der Anmeldefrist, aber ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht. Dann änderte sich der Status in meinem Account von "Pending" auf "Pending Drawing ". Warum auf einmal drawing? Ich hatte mich doch gar nicht für die Lotterie, ich hatte doch einen garantierten Startplatz ... Ich schrieb dann mal an die NYRR, mit wenig Optimismus, aber zumindest wollte ich sie zu einer Antwort bringen. Die "Erklärung" war, dass die Plätze für die Qualifier extrem schnell vergeben waren und ich mich "nicht rechtzeitig" angemeldet hätte. Dass das unlogisch wäre, weil Martins Anmeldung später kam und er akzeptiert wurde interessierte sie nicht. Ja, mit den Typen diskutieren bringt eben leider nichts. Bei der Lotterie wurde ich auch nicht gezogen, es wäre ja zu schön gewesen. So war Martin für den Marathon angemeldet, ich aber nicht.
Das 16 Jahre alte Ziel bestand aber weiterhin: Wir wollten beiden den New York Marathon laufen! So tat ich, was ich nie tun wollte und fragte bei Runners Unlimited an. Der Preis für die Reise war naja – schon teurer, als selbst individuell gebucht, aber noch im erträglichen Bereich. Lästig halt, dass es genau nur zwei Hotels zu Wahl gab. Der Preis für den Startplatz war auch mehr als doppelt so viel wie das, was Martin gezahlt hatte aber was soll's, wir wollten das eben machen. Also buchte ich dort.
Es hat auch letztendlich alles gut mit ihnen geklappt aber diese "Betreuung" durch ein Reisebüro gestaltete sich viel mühsamer als alles selbst zu machen. Als Martin seine Flüge buchen wollte, konnte man mir noch nicht sagen, von welchem Flughafen wir denn nach Wien zurückfliegen würden (unsere Hinflüge waren getrennt). Immerhin gab es eine Vermutung "Ja, es sieht so aus, als würde der Flug eher von JFK gehen – aber genau erfahren wir das erst einen Monat bis zwei Wochen vor der Abreise ..." OIDA! Ich bin wohl nicht der Typ für solche Gruppentrips.
Dann kam die Ankündigung, dass es für die Reisegruppe eine WhatsApp Gruppe geben würde. mir schwante Übles ... Zum Glück war es eine Gruppe, in der nur Admins posten durften, also gab es maximal fünf Infonachrichten am Tag. ;D Zwei Wochen vor der Abreise wurden dann wirklich die Tickets ausgestellt und ja, wir flogen tatsächlich von JFK. Martin und ich würden nicht eine halbe Stunde zeitversetzt in zwei verschiedenen Maschinen von New York nach Wien sitzen. ;D
Weil wir ja schon älter sind, wollten wir auch ein bisschen mehr Komfort und so war der Plan, dass ich meinen Rückflug auf Premium Economy upgrade. Also in die Buchung eingeloggt und: Überraschung!! ;D Ja, ich konnte ein Upgrade machen. Für die ganze Gruppe. Sie hätten mich sicher hochleben lassen. ;D Also erstmal, da es schon spät abends und im Reisebüro niemand mehr erreichbar wäre Anruf beim Austrian-Servicecenter, aber nein, ein individuelles Upgrade war leider nicht möglich, weil Gruppenbuchung. Also wieder mal eine E-Mail an das Reisebüro, ob es denn irgendwie möglich wäre, dass ich nur meinen Flug upgrade. Ja, es war möglich, mein Flug wurde aus der Gruppenbuchung rausgelöst und ich bekam einen neuen, eigenen Buchungscode gaaaanz für mich allein. :) Mit einem Wort: Alle meine Wünsche, Anliegen und Probleme wurden gelöst – Probleme, die ich ohne das Reisebüro gar nicht gehabt hätte. ;)
Dass ich beim Check-in mir einen Wunschplatz aussuchte, am Flughafen aber entdecken musste, dass ich ganz woanders hin platziert wurde (Erklärung am Gate "Gruppenreise!!!") passte zu meinem Erlebnis. Mit etwas diskutieren bekam ich immerhin einen "Kompromissplatz", nicht ganz nach Wunsch aber nicht ganz so schlecht wie der eigentlich zugeteilte, ärgerlich war es trotzdem. Alles keine Dramen aber eben: Ich hätte mir das gerne gespart.
Nach diesem Suder-Exkurs aber zurück zum Sportlichen:
Nach dem Berlin Marathon war ich erstmal eine Woche nur müde. Der erste Lauf nach einer Woche war dann aber schon ganz in Ordnung und bald kam ich wieder gut in Schwung und zehn Tage nach dem Marathon war ich gefühlsmäßig schon wieder "voll im Saft". Die schnellen Sachen gingen gut und auf U4U4 lief ich neue Rekorde. Allerdings war es arbeitsmäßig gerade äußerst stressig. Vier Wochen nach dem Berlin Marathon war in Linz die Halbmarathon Staatsmeisterschaft dran. Die Tage davor war ich richtig geschlaucht, bis zu Start besserte es sich einigermaßen, aber ich war dennoch nicht gut drauf. nach der Hälfte ging mir völlig die Kraft aus. Ich war eben auch so angelaufen, wie ich mich noch eine Woche davor gefühlt hatte, was aber eben leider nicht mehr zu meiner aktuellen Verfassung passte. Die zweite Hälfte war SEHR beschwerlich, aber einen halben Halbmarathon kann frau ja immer noch durchbeißen.
Nach Linz war ich dann mal so richtig erschöpft. Arbeit und der Halbmarathon zusammen waren zu diesem Zeitpunkt leider eine echt ungünstige Mischung. Am Dienstag nach dem Halbmarathon ging ich eine Stunde ganz bewusst langsam laufen – so langsam war ich schon ewig nicht unterwegs gewesen! Das tat gut, vor allem auch dem Kopf.
Dann kam aber doch wieder ein bisschen Drama ins Spiel, ganz ohne geht es ja nicht. ;)
Am Donnerstag Abend war Krafttraining dran. Ich fühlte mich schon wieder fit und gab ein bisschen mehr Gas als üblich, aber ohne zu übertreiben. Freitag Vormittag kamen auf einmal Rückenschmerzen. Richtig seltsame Rückenschmerzen, die ich nicht zuordnen konnte. Rechts der Wirbelsäule auf Höhe obere Lendenwirbelsäule / untere Brustwirbelsäule und dann weiter seitlich. Also definitiv nicht an der Wirbelsäule selbst. Und so stark, dass tief Luft holen eine Qual war. Ich konnte keine Ursache finden. Ich hatte nichts Schweres gehoben, hatte nicht verdreht geschlafen (weil nach dem Aufwachen war es noch nicht da), auch das Krafttraining passte nicht als Auslöser. Warum das Ganze nur einseitig? Und warum so heftig? An diversen Salben herrschte zu Hause kein Mangel, so probierte ich es mit wärmender Traumasalbe und auch mit Ausrollen. Das half ein wenig, aber am Abend wurde es wieder stärker. Ich fühlte mich auch schwach und kränklich, hatte etwas höhere Temperatur als normal, also wollte ich früh schlafen gehen. Mir kam auch der Gedanke, dass es ein Problem mit Nieren, Harnleitern oder anderen Organen in der Gegend sein könnte, ein Harntest blieb aber negativ. Nur war ich nicht sicher, ob diese Teststreifen überhaupt noch funktionsfähig wären. Duschen und Umziehen waren eine Qual, aber ich schaffte es ins Bett. Zwei Stunden später wachte ich aber durch starke Schmerzen wieder auf und dann machte sich Verzweiflung breit. Was ist das? Warum bekomme ich es nicht weg? Ist es womöglich etwas Gefährliches? Als der Versuch wieder einzuschlafen scheiterte, entschloss ich mich um 23:45 zum Anruf beim Notarzt. Das Handy hatte ich beim Schlafengehen vorsorglich voll geladen neben das Bett platziert. Beim ersten Anrufversuch landete ich trotz richtiger Nummer bei der Polizei. Jetzt kamen mir schon vor Schmerzen Tränen. Nochmal die Telefonnummer überprüfen und einen zweiten Anrufversuch zu starten war mir im Moment zu anstrengend. Beim zweiten Versuch klappte es aber. Ich schilderte meine Symptome. Es kam der Verdacht auf Nierenkolik, der dann aber auch eher wieder verworfen wurde. Ein Notarzt-Team würde zu mir kommen (das würde aber dauern), ich solle in der Zwischenzeit Voltaren nehmen und ein warmes Kirschkernkissen auf die schmerzende Stelle legen. Sollte es besser werden, kann ich nochmal anrufen und das Notarzt-Team abbestellen. In der Zwischenzeit sah ich mir im Bett in der TVthek die Übertragung des Linz Marathon an und wartete Besserung ab. Es wurde ein wenig besser aber noch nicht deutlich. Als ich zwar immer noch Schmerzen aber zumindest das Gefühl hatte, wieder schlafen zu können, rief ich nochmal die Notrufnummer an um abzuschätzen, wie lange es denn noch dauern könnte. Als es um 01:45 immer noch hieß, dass es noch dauern würde, versuchte ich es wieder mit Schlafen. Eine dreiviertel Stunde später wurde ich durch den Anruf vom Notarzt-Team geweckt. Fieber hatte ich nicht, Sauerstoffsättigung war bestens, auf meine Fragen nach der Art der Schmerzen wurde ein Nierenproblem eher ausgeschlossen und doch eine muskuläre Ursache vermutet. Ich bekam Schmerzmittel und für den nächsten Tag noch weitere und ein Rezept für Muskelrelaxans. Zumindest die ärgsten Schmerzen waren fort und ich konnte schlafen, das war mir kurz vor 03:00 auch am wichtigsten. Am nächsten Morgen ging es mir gut, ich hatte nur mehr leichte Schmerzen und mein Abenteuer von der Nacht konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen. Am Abend dachte ich auch, ich könnte es wieder mit einem kurzen Lauf probieren, aber da war schon nach 100 Metern Schluss. Wieder starke, stechende Rückenschmerzen und ein massives Schwächegefühl. So kann das nicht weitergehen, dachte ich, am Sonntag in der Früh gehe ich zur Ärztefunkdienst-Ordination. Spital wäre vermutlich auch nicht falsch gewesen, ich schätzte meinen Situation aber nicht ganz so wild ein und hatte Scheu davor, vermutlich die halbe Nacht wartend in eine Spital zu verbringen, ein offensichtlicher Notfall war ich ja nicht.
Sonntag früh machte ich mich also auf den Weg, die nächste Untersuchung. Kein Fieber, Lunge abhören in Ordnung, Sauerstoffsättigung bestens, Harn alles gut. Ich wollte sichergehen, nichts zu riskieren und sagte dem Arzt, dass ich in einer Woche einen Marathon geplant hätte, ob etwas dagegen sprechen würde. Er dachte nach und meinte, er würde nichts entdecken, was dagegen spricht, ich müsste eben schmerzfrei sein. Mit Schmerzen soll ich nicht laufen. Das war klar, und mit den Schmerzen, die ich hatte, wäre ein Marathon nicht vorstellbar gewesen. Dann überlegt er nochmal und meinte, er könne mir auch Blut abnehmen, um hier auch Gewissheit zu bekommen. Ja, klar, sicher ist sicher. Während ich auf die Ergebnisse wartete, war ich mir schon ziemlich sicher, dass da eigentlich "nichts" wäre, nur irgendeine Kleinigkeit, die irgendwoher gekommen war und genauso schnell wieder verschwinden würde. Als der Arzt aber mich holen kam, machte er ein ziemlich ernstes Gesicht. "Also Ihr Blutbefund ist nicht ohne ..." Deutliche Entzündungswerte. Irgendeine bakterielle Infektion offenbar an der Lunge. Ich bekam ein Breitbandantibiotikum (und auch Probiotika, um die unangenehmen Nebenwirkungen des Antibiotikums abzumildern) und den Hinweis, sollte es nach einem Tag nicht besser werden, bräuchte ich ein Herz-Lungen-Röntgen und solle ins Spital. Uff. Und Marathon – es könnte klappen, aber es wird knapp.
Erstmal war ich froh, dass ich mich ordentlich hatte durchchecken lassen! Die Sache verschleppen und eine Lungenentzündung zu bekommen wäre womöglich böse gewesen. Alles weitere würde sich noch entwickeln. Nach der Einnahme der ersten Tablette kam schon richtig große Freude auf: Es schien zu wirken, die Schmerzen begannen jetzt endlich WIRKLICH nachzulassen. Am Montag waren sie zwar noch nicht ganz vorbei, aber die Besserung war deutlich, das Mittel war das richtige und wirkte.
Am Mittwoch hatte ich einen ohnehin geplanten Termin bei meiner Ärztin. Ihr war die Kombination meiner Symptome und die Behandlung mit Antibiotika etwas suspekt, da meine Symptome tatsächlich eher auf Nierensand als auf eine bakterielle Infektion hingewiesen hatten. Am ehesten hatte ich zugleich beides. Der Nierensand war abgegangen und die Bakterien wurden eliminiert, bevor eine Lungenentzündung ausbrechen konnte. Sicherheitshalber schickte sie mich noch zum Unterbauchultraschall, das ich aber mit Bravour absolvierte. Der Arzt war von der Schönheit meiner Nieren, Harnblase, etc. geradezu begeistert. ;D
Somit hatte ich also zumindest grünes Licht für die Reise zum New York Marathon, die am folgenden Tag, Donnerstag (mit einer dick gefüllten Medikamententasche) losgehen würde.
Nach dem schon beschriebenen, etwas ärgerlichen, Flug kam ich also in New York an, wo ich Martin traf. Ab jetzt lief der Countdown. Die ganze Woche hatte ich keinen Sport gemacht, ich nahm ja noch Antibiotika ein. Leider hatten diese auch trotz Probiotikum die üblichen Nebenwirkungen, nämlich Durchfall, der mich einiges an Kraft kostete. Leider war das alternativlos, Antibiotika absetzen war keine Option. Am Freitag wollte ich den ersten kurzen Lauf seit einer Woche machen, gemeinsam mit Martin gemütlich durch den Central Park. Die Beine fühlten sich sehr locker an, der Puls war niedrig, in dem für das gemütliche Tempo ganz normalen Bereich. Aber plötzlich wurde mir extrem heiß und ich fühlte mich angestrengt und unwohl. Ich wurde nervös, stoppte und wollte zurück zum Hotel gehen. Beim Gehen wurde es aber sehr schnell besser und so versuchte ich es doch, jetzt mit sehr sehr langsamem Tempo. Das war dann kein Problem und ich dehnte die Runde ein wenig aus, weiterhin langsam. Zurück im Hotel spürte ich keine Probleme mehr und der restliche Tag verlief auch in Ordnung. Zu Mittag gingen wir die Startnummern abholen. Die Messe war sehr gut organisiert. Der riesige Stand von New Balance, offiziellem Partner des New York Marathon, war mit Kaufwütigen übervoll, aber die Wartezeit an Umkleide und Kassa nahmen wir in Kauf, das Angebot war wirklich toll, die Sachen waren ausgesprochen attraktiv. Zusätzlich zum hellblauen Langarmshirt für alle Teilnehmer*innen kaufte ich mir eine lange Hose und Handschuhe im Design New Yorker Bauwerke und ein weiteres Langarmhirt, Martin die gleiche Handschuhe wie ich und Ärmlinge im gleichen Design. Auch die anderen Anbieter hatten interessantes Angebot. Schnäppchen waren kaum bis keine dabei, dafür high end sportswear in stylishem New York Design, also Souvenir und Laufausrüstung in einem. Außerdem stieß auf einen Stand von "Team Milk", der mich neugierig machte. Ich musste dort nur meine Seele verkaufen, dann würden sie für irgendwelche wohltätigen Projekte spenden. Nein, ganz so schlimm war es nicht.  ;D Für jede Unterschrift wurde der Gegenwert der Startgebühr gespendet, außerdem gab es dafür ein Langarmshirt (super! kam gleich in den Finisherbag!) und eine Einladung zu einer Recovery Lounge in der nähe des Ziels. Ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte.  ;)
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berichte / 2022-11-06 New York City Marathon - cbendl
« Letzter Beitrag von Berichte am 06.01.2023, 22:29:43 »
Datum: 2022-11-06
Event: New York City Marathon
Distanz: 42,195 km

Ersteller: cbendl
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von Ulrich am 01.01.2023, 17:29:33 »
Danke Carola und Alexander! Danke und Prosit 23!
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von Alexander am 01.01.2023, 11:28:11 »
Hallo Ulrich!Ich kann das bestätigen, ich habe alles individuell gebucht. Konkret wollte ich mich am 14. April 2022 anmelden, es war bereits ausgebucht, aber ich konnte mich in die Warteliste eingetragen. Am 16. Mai wurde meine Anmeldung akzeptiert. Ich habe dann gleich die Bahnfahrt gebucht: Wien-Paris gab es damals mit Sparschiene noch sehr günstig um knapp 80€, Paris-Bordeaux mit Ouigo (TGV) um 100€. Der Regionalzug nach Pauillac kostete dann noch 11,70 pro Richtung und mein Anteil am Campingplatz waren 20€. Mit dem Startplatz um 90€ hat mich der ganze Spaß also etwa 310€ gekostet.LG Alexander
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von cbendl am 31.12.2022, 17:25:36 »
Danke Alexander!Aber dann im Anschluss gleich noch eine Frage: Braucht man für den Medoc ein Gesamtpackage, oder kann man die Anmeldung separat von Anreise und Hotel buchen?
Das kann ich wahrscheinlich auch beanworten, ich habe Anfang 2020 (wird erst coronabedingt heuer eingelöst) den Lauf als Geschenk gebucht. Man kann den Lauf einzeln direkt beim Verantalter buchen, dazu einzelne Extras auch einzeln (verschiebene "Pastaparties" - die laufen dem Medoc Marahon entsprechend etwas anders ab - Lauf & Picknick am nächsten Tag, ec. Nur ist der Lauf recht schnell ausgebucht, dann gibt es möglicherweise noch die Möglichkeit über Reiseverantalter. Aber wenn man gut auf Zack ist die den Anmeldestart abpasst, ist die Anmeldung kein Problem. So war es zumindest im März 2020.
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von Ulrich am 28.12.2022, 19:21:27 »
Danke Alexander!Aber dann im Anschluss gleich noch eine Frage: Braucht man für den Medoc ein Gesamtpackage, oder kann man die Anmeldung separat von Anreise und Hotel buchen?
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von cbendl am 27.12.2022, 20:22:44 »
Danke für den Bericht! Dieser Lauf ist natürlich interessant. Irgendwie reizt er mich, dann weiß ich aber auch wieder nicht, ob er das richtige für mich wäre. Vielleicht würde ich es so machen, wie Barbara für eine mögliche Wiederholung überlegt.
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berichte / Antw:2022-10-09 Chicago Marathon - marcon
« Letzter Beitrag von marcon am 27.12.2022, 18:27:46 »
Danke fürs Feedback, nachdem ich jetzt 2 Monate pausiert habe kann ich mich langsam wieder fürs laufen begeistern, gut dass ein neues Jahr beginnt, da gibt es neue Ziele.
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berichte / Antw:2022-09-10 Médoc-Marathon - Alexander
« Letzter Beitrag von Barbara am 27.12.2022, 10:59:54 »
Danke für deinen Bericht- der für mich besonders interessant war, weil ich auch beim Lauf war. Als einmaliges Erlebnis fand ich ihn auch großartig. Mir gefiel auch die Startnummernausgabe sehr gut, erstaunlich wieviele Themenläufe es in Frankreich gibt. Die Organsiation fand ich sehr gut und herzlich.  Würde ich nochmals teilnehmen, würde ich ziemlich weit vorne starten und die ersten 10 km flott laufen um dem großen Geschiebe bei den Labestationen zu entgehen.
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lauftreff / Antw:9.Geburtstagslauf am 25.12.2022
« Letzter Beitrag von Ulrich am 25.12.2022, 07:15:42 »
 :happybirthday2: Heidi und ich wünschen einen wunderschönen Lauf!
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